Velcro.sync

Foto: Trollwerk
Polydimensionale Synchronisation, multimediale Synchronisation, intermediale Synchronisation?
Velcro.sync sind ein sinn-volles Mitteinander,
eine sensibel-symbiotische Beziehung verschiedener Medien,
ein weiterer Angriff auf das eingeschlafene kognitive Ich,
ein Erlebnisraum in dem die Grenzen zwischen Erkennen und Erinnern verschwimmen.
Velcro.sync - ein multisensuales Medienspektakel von Trollwerk
Wie eigentlich sollen wir es erfassen, das Universum? Wie sollen wir verstehen, woher wir kommen und wohin wir gehen, was unser Dasein ausmacht? Wie können wir ihn finden, den Sinn des Lebens, wie unser Lebensgefühl nach außen tragen? Zehn junge Leute aus Potsdam versuchen in einem multisensualen Medienspektakel Komplexität und Vielgestaltigkeit unserer Welt wie in einem Wassertropfen zu spiegeln. Sie schaffen über mehrere, ineinander verschachtelte Videoprojektionen einen tiefen Raum, der das Universum aufzunehmen scheint oder auch nur den Teich nebenan, in dem sich Kaulquappen bald zu Fröschen wandeln - oder ein Stück Himmel mit ausgelassenen Vögeln und Fischen, die fliegen können. Bilder der Leichtigkeit des Seins ohne den Menschen. Bilder, die Sehnsüchte wecken. Und dann, auf einem Monitor, Ausschnitte aus der “Neuen Welt“ – hastende Menschen auf vorgeschriebenen Wegen, Autostaus, nicht atmen können, nicht zum Himmel sehen, nicht fliegen können. Und das, obwohl sich alltäglich tausende Flugzeuge in die Lüfte erheben. Sogar Lautsprecher können fliegen bei “velcro.sync II“, ihre Botschaften pendeln über dem Zuschauer und scheinen Horrorszenarien aus der Phantasie-Welt des Edgar Allen Poe in die Realität zu tragen. Aber sind wir Menschen tatsächlich die Träger alles Bösen, die Zerstörer der natürlichen Harmonie, mephistolische Fremdwesen, die sich selbst zu Beherrschern der Welt erhoben haben? Oder sind wir doch eher eines von vielen wichtigen Elementen der Natur? Zwei Tänzer, Adam und Eva oder Mann und Frau schlechthin, machen die Verletzlichkeit, aber auch die Kraft und die Schönheit der Menschen deutlich. Haben wir trotz allem Ungemachs die Welt nicht auch reicher gemacht? Mit unseren Erfindungen und vor allem unseren Empfindungen ....? Empfindungen und Assoziationen vor allem sind es auch, die in “velcro sync“ auf mehreren Ebenen (und zum Teil simultan) angeregt werden – durch eindringliche, dramaturgisch geschickt positionierte Live- Musik, Geräusche, Bilder, Luftbewegungen, Düfte sogar und am Ende bleibt der überzeugende Eindruck, für einen Moment unsere Welt in all ihrer Widersprüchlichkeit gefühlt und aufgenommen zu haben.
Maria Farber, Freie Film- und Theaterkritikerin
Bildergalerie
Presse
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MAZ, 18.12.2001 |
PNN, 18.12.2001 |
PNN, 05.06.2002 |
Index / Projekte / Velcro.sync
// 16 Vorstellungen, 2001-2004
// Unidram Waschhaus, Potsdam
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// Fringe Festival, Edinburgh
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